Was ist ein "Moodboard" und wofür wird es verwendet?

Für Kreative ist  klar, was ein "Moodboard" ist, wir werfen wie selbstverständlich mit diesem Begriff um uns. Doch wie in jeder Branche ist es so, dass für uns alltägliche Begriffe nicht für jedermann/jederfrau ebenso klar sind. Vielleicht ähnlich, als würde man mich fragen, was "Thermodynamik" bedeutet.

 

Daher hier eine Erklärung zu diesem bei der Wohnraumgestaltung (wie in vielen Design-Bereichen) wichtigen Begriff:

Viele Namen: Stimmungsbild - Moodboard - Inspirationsbild

Ein Moodboard oder Stimmungsbild bzw. Inspirationsbild dient als erste Orientierung bei der Erstellung eines Designs.

 

Die Einrichtungsberaterin erstellt anhand der ersten Gespräche mit dem Klienten ein oder mehrere Stimmungsbilder. Diese sind vergleichbar mit einer Collage aus Farben, Möbeln, Strukturen, aber auch reinen Stimmungsbildern, wie Sonnenaufgängen, Pflanzen, Farbflächen,...

 

Wichtig zu beachten ist, dass es sich hierbei noch NICHT um einen konkreten Einrichtungsvorschlag handelt, sondern vorab lediglich die geschmackliche Richtung ausgelotet wird.

 

Das Moodboard bietet eine Möglichkeit zur Visualisierung des Projektes.

 

Wofür brauche ich ein Moodboard?

Zu Beginn eines Interiordesign-Auftrages ist es wichtig, die bevorzugte Sitlrichtung des Klienten in Erfahrung zu bringen. Da dies mit Worten oft schwierig bis unmöglich ist, arbeitet man mit Bildern.

 

Hat man dann den Stil gefunden, ist die Suche nach passenden Einrichtungsgegenständen deutlich einfacher und vor allem passt am Schluss alles zusammen.

 

Viele werden das kennen: Man sieht hier ein schönes Sofa, dort eine tolle Leuchte, anderswo einen schönen Tisch. Jedes Teil für sich genommen ist schön, stellt man sie dann aber nebeneinander in einen Raum, merkt man, dass irgendetwas nicht passt. So etwas sollte mit der Festlegung der Stilrichtung vermieden werden, um einen harmonisch gestalteten Wohnraum zu schaffen.


Wie findet ein Innenraumgestalter den Stil des Kunden?

In meinen Beratungen starte ich meist mit nur einem Moodboard. Da ich recht ausführliche Erstgespräche führe, viel frage, zuhöre und auch schon ein paar Inspirationen abteste, gelingt es mir meist, auf Anhieb einen Stil zu finden, der meinen Klienten gefällt.

 

Selbstverständlich sind wir in dieser Phase des Projektes noch vollkommen flexibel, d.h. jede Form der Änderung ist möglich. Gefällt die Stilrichtung gar nicht, erstelle ich natürlich anhand des Feedbacks ein komplett neues Inspirationsbild.

Ähnliche "Boards": Colourboard, Styleboard

Damit nicht genug.

 

Wird ein Raum nicht komplett neu gestaltet oder kein umfassendes Redesign gewünscht, kommen auch mal nur Colourboards, also Farbvorschläge zum Einsatz.

 

Diese zeigen lediglich gewisse Farbwelten und Farbkombinationen auf.


Auf der anderen Seite des Designprozesses steht das Styleboard.

 

Dieses zeigt schon ganz konkrete Stoffe, Farben, Strukturen,... 

Hier ist das Projekt kurz vor der Umsetzung und Änderungen können nur noch mit Mehraufwand durchgeführt werden.


Ich hoffe, ich konnte etwas Klarheit in den Entstehungsprozess eines neuen Interiorstylings bringen.

 

Habt ihr Fragen zu meiner Arbeit oder möchtet auch ein Moodboard für Euer Wohnprojekt, lasst es mich wissen! 

 

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